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Ballett: Regeln – Einschränkung oder Unterstützung?

LB Ballett-Pädagogik Ballettunterricht

Sicher kennst Du die Situation: Der Unterricht hat gerade begonnen und im Abstand von wenigen Minuten kommen immer wieder Kinder zu spät in den Ballettsaal. Das unterbricht nicht nur die eigene Konzentration, sondern auch die der gesamten Gruppe. Die Lehrkraft muss den Unterricht immer wieder unterbrechen und die bereits begonnene Arbeit wird gestört.

Regeln – Einschränkung oder Unterstützung?

Regeln haben oft etwas Starres an sich und werden deshalb schnell als lästig oder einschränkend empfunden. Doch was wäre, wenn wir Regeln nicht als Verbote verstehen, sondern als Orientierung und Unterstützung?

Wenn wir den Sinn hinter einer Regel verstehen und sie aus eigener Überzeugung annehmen, müssen wir sie nicht einfach nur befolgen. Wir können sie für uns nutzen – weil wir erkennen, dass sie uns dabei hilft, unsere Ziele zu erreichen.

Regeln schaffen einen klaren Rahmen, in dem wir uns besser konzentrieren, sicherer arbeiten und gemeinsam Fortschritte machen können. Sie geben Struktur und ermöglichen es uns, unsere Energie auf das Wesentliche zu richten: das Tanzen, die Technik und unsere persönliche Entwicklung.

So werden Regeln nicht zu Einschränkungen, sondern zu einem Werkzeug, das uns die Arbeit erleichtert und uns dabei unterstützt, unser Bestes zu geben.

Denn Disziplin bedeutet nicht, weniger Freiheit zu haben – sie schafft den Rahmen, in dem Entwicklung möglich wird.

Damit wir eine gute Attitude unserer Schüler im Unterricht erreichen sind Regeln hilfreich. 
Ein guter Umgang beginnt mit Respekt und Disziplin, gibt Orientierung und schafft einen Rahmen, in dem sich alle auf das Wesentliche konzentrieren können: die Ausführung der Schritte, die Musik, die Technik und die tänzerische Entwicklung. Denn Ballett erfordert Konzentration, Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme.

Die Ästhetik ist das, was wir sehen...

Ballett ist eine Kunstform, die hohe Konzentration, Körperbeherrschung und Disziplin erfordert. Viele Bewegungen müssen immer wieder geübt werden, damit sie sicher, sauber und leicht aussehen – das Ergebnis von vielen Stunden Training und Wiederholung.

Talent ist ein guter Anfang – Fleiß, Disziplin und regelmäßiges Üben bringen dich weiter.

Die Ästhetik des Balletts ist nach außen sichtbar und prägt maßgeblich die Wirkung des Tanzes. Hinter dieser äußeren Leichtigkeit und Eleganz stehen jedoch ebenso wichtige innere Werte.

Ein regelmäßiges und korrekt ausgeführtes Training trägt dazu bei, Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Körperhaltung und Körperbewusstsein zu entwickeln. Diese körperlichen Grundlagen sind nicht nur für die tänzerische Qualität entscheidend, sondern auch für die Gesundheit und die Verletzungsprävention.

Eine saubere Technik entsteht durch regelmäßiges Üben. Wer seinen Körper richtig einsetzt und Bewegungen kontrolliert ausführt, schafft wichtige Voraussetzungen dafür, langfristig gesund und mit Freude tanzen zu können.

...Technik, Disziplin und Körperbewusstsein sind das, was dahintersteht:

  • Muskeln aufzubauen und zu kräftigen
  • Bewegungen zu koordinieren und zu automatisieren
  • Gleichgewicht und Körperhaltung zu verbessern
  • Beweglichkeit und Technik weiterzuentwickeln
  • schwierige Bewegungsabläufe sicher auszuführen
  • mehr Selbstvertrauen und Sicherheit beim Tanzen zu gewinnen

 

Regeln sind also dann wichtig, wenn sie uns helfen, unsere Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Aspekte des Unterrichts zu lenken. Je besser wir die Voraussetzungen schaffen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, desto leichter wird es, zu lernen, Fortschritte zu machen und sich tänzerisch weiterzuentwickeln.

Regeln sollten dabei kein Selbstzweck sein. Sie sollen uns unterstützen, einen Rahmen zu schaffen, in dem Konzentration, Sicherheit, Respekt und Freude am Tanzen ihren Platz haben.

Das richtige Maß ist entscheidend: Regeln sollten nicht begrenzen, sondern ermöglichen.



Emilia und Lisa Marie schließen ihre Ausbildung ab

Emilia und Lisa Marie haben Ende August ihre 18-monatige Ausbildung in Ballett-Pädagogik erfolgreich abgeschlossen.

Während der Ausbildung konnten sie durch die Verbindung von Studium und aktivem Unterrichten ihre Methodik und Didaktik für den klassischen Ballettunterricht intensiv vertiefen und weiterentwickeln. Neben der klassischen Balletttechnik haben sie sich auch mit verschiedenen pädagogischen und persönlichen Themen auseinandergesetzt, die für die Arbeit mit jungen Schülerinnen und Schülern von großer Bedeutung sind.

Die Ausbildung hat ihnen nicht nur fachlich neue Perspektiven eröffnet, sondern sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung als Pädagoginnen gestärkt. Dieses Wissen und diese Erfahrungen können sie nun in ihren Unterricht einbringen und damit die jungen Tänzerinnen und Tänzer auf ihrem Weg individuell, fachlich fundiert und mit viel Verständnis begleiten.

Wir freuen uns sehr, dass Emilia und Lisa Marie ihr Wissen und ihre Leidenschaft nun noch gezielter an die nächste Generation weitergeben können.

Emilia erzählt über die Ausbildung

Emilia Du bist noch jung und hast schon vor ein paar Jahren einen Verein gegründet. Was hat Dich angetrieben, Deinen Traum zu verwirklichen?

Schon lange bevor daraus eine berufliche Tätigkeit wurde, habe ich in einem Nachbarschaftsprojekt Tanz und Ballett an Kinder weitergegeben. Die Freude an der Arbeit mit den Kindern und am Tanzen selbst hat mich dabei immer mehr begeistert.

Nach meinem Abitur habe ich schließlich einen gemeinnützigen Verein gegründet und damit den Grundstein für meine heutige Arbeit gelegt.

Im Grunde hat sich alles ganz organisch entwickelt. Ich habe einfach das gemacht, was mir Freude bereitet hat – mit Kindern zu arbeiten, ihnen die Freude am Tanz zu vermitteln und ihre Entwicklung zu begleiten.

Und genau diese Arbeit habe ich von Anfang an geliebt.

Warum hast Du Dich für unsere Ausbildung entschieden und wie nutzt Du die Inhalte und das neue Wissen in Deinem Unterricht?

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, meine Arbeit flexibel zu gestalten, ohne dabei den Stamm an Kindern aufzugeben, die ich bereits unterrichte und über längere Zeit begleite.

So konnte ich meinen Unterricht zunehmend besser strukturieren, gezielter planen und pädagogisch sinnvoll aufbauen. Gleichzeitig blieb mir die Freiheit, meine eigene Arbeitsweise weiterzuentwickeln und mich intensiver mit den Bedürfnissen meiner Schülerinnen und Schüler auseinanderzusetzen.

Dieser Weg hat sich Schritt für Schritt entwickelt – immer mit dem Ziel, guten und nachhaltigen Ballettunterricht zu ermöglichen.

Welche Fähigkeit konntest Du für Dich als Ballettpädagogin entwickeln, und wie hast Du Dich als Lehrerin entwickelt über die Jahre seit Du unterrichtest?

Mit den Jahren habe ich gelernt, geplanter, strukturierter und zielgerichteter zu arbeiten. Gleichzeitig entwickelt man mit zunehmender Erfahrung ein immer besseres Gespür dafür, Kindern und Jugendlichen auf ihrem jeweiligen Leistungsstand zu begegnen und sie individuell zu fördern und zu fordern.

Dabei habe ich auch selbst eine große Entwicklung durchgemacht. Ich wurde mit der Zeit sicherer in meinem Auftreten, konnte meine Entscheidungen im Unterricht besser einschätzen und immer mehr hinter meiner eigenen Arbeit stehen.

Heute weiß ich viel besser, was ich meinen Schülerinnen und Schülern vermitteln möchte und wie ich sie auf ihrem individuellen Weg begleiten kann.

Die Zeiteinteilung innerhalb der Ausbildung bei LB Ballett-Pädagogik ist sehr individuell. Du hast zeitgleich auch Kindheitspädagogik studiert, würdest Du das Konzept weiterempfehlen? Wie hast Du beides neben eigenem Training, Wettkämpfen und Studium gemeistert?

Die Ausbildung ist auf jeden Fall schaffbar. Ich würde sogar jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer empfehlen, während der Ausbildung weiterhin zu unterrichten. Dadurch kann man die Inhalte direkt in der Praxis anwenden, besser verstehen und sehr viel mehr aus der Ausbildung mitnehmen.

Für mich hat das Zeitmanagement gut funktioniert. Natürlich war der Arbeitsaufwand insbesondere vor den Prüfungen teilweise höher, aber mit einer guten Organisation war das alles gut machbar.

Gerade die Verbindung aus Theorie, Ausbildung und praktischer Unterrichtserfahrung fand ich besonders wertvoll. Vieles wird verständlicher, wenn man das Gelernte direkt im eigenen Unterricht ausprobieren und reflektieren kann.

Du liebst die Arbeit mit Kindern. Gibt es eine bestimmte Altersgruppe, die Du besonders gerne unterrichtest und wenn ja, warum? Welche Stufe im Ballettunterricht konntest Du in der Ausbildung für Dich weiter entwickeln?

Eine Altersgruppe, die ich besonders gerne unterrichte, ist das Grundschulalter. Ich erlebe die Kinder in diesem Alter als sehr motiviert, neugierig und offen – das macht die Arbeit mit ihnen für mich besonders schön.

Durch die Ausbildung habe ich aber auch die Arbeit mit älteren Kindern und Jugendlichen sehr zu schätzen gelernt. In diesen Gruppen kommen häufig unterschiedliche Leistungsstände, Bedürfnisse und Persönlichkeiten zusammen. Es ist daher manchmal zunächst eine Herausforderung, alle Schülerinnen und Schüler mitzunehmen und ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, das für die gesamte Gruppe funktioniert.

Genau das konnte ich während der Ausbildung intensiv lernen und üben: unterschiedliche Voraussetzungen zu erkennen, den Unterricht entsprechend anzupassen und trotzdem eine gemeinsame Richtung für die Gruppe zu finden.

Heute sehe ich gerade diese Herausforderung als eine spannende Aufgabe, an der ich als Pädagogin immer weiter wachsen kann.

Hast auch Du Interesse, Dich als Ballettpädagog*in weiterzubilden?

Vielleicht hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Dich im Bereich Ballettpädagogik weiterzubilden. Vielleicht zögerst Du aber noch oder findest immer wieder Gründe, warum jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Doch manchmal braucht es einfach den Mut, den ersten Schritt zu machen.

Wenn Du Deine Leidenschaft für Ballett weitergeben und Kinder und Jugendliche auf ihrem tänzerischen Weg begleiten möchtest, dann informiere Dich über unsere Ausbildung und finde heraus, ob sie zu Dir passt.

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Wir freuen uns, Dich kennenzulernen!