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Ballett: Hyper Extended Legs

Bühnenfotos "SFDA Tanzfestival" Rebecca Reutzel
Bühnenfotos "SFDA Tanzfestival"

"Schöne Linien - mit Kontrolle, Stabilität und Kraft“

Überstreckte Knie oder auch Säbelbeine sind für die Linie der Beine im Ballett wunderschön. Was so elegant und einfach aussieht birgt allerdings auch Risiken: Wenn Hyperextensions nicht richtig trainiert werden, sondern  kompensatorisch im Becken und Rücken gearbeitet wird, kann das Kniegelenk darunter leiden.  Die Muskeln um das Kniegelenk sollten aktiv und ausgeglichend arbeiten. Weil das Gelenk bei überstreckten Knien über die normale Linie hinaus durchgestreckt wird, entsteht ein unausgeglichenes Muskelspiel zwischen Agonist und Antagonist. Auf Dauer eine Dysbalance, die sich schwer abtrainieren lässt.

Im Ballett sieht ein überstrecktes Bein erst mal toll aus, es erzeugt Länge und Eleganz in den Linien, besonders in der Arabesque. Durch die mühelose Streckung entsteht so eine besondere Ästhetik. Viele Posen sehen klarer und länger aus. Oft ist die Flexibilität der Tänzerin insgesamt sehr hoch und die Füße haben einen hohen Spann und der Rücken und die Hüften sind beweglich.

Was sich jetzt wie ein Traumkörper anfühlt bringt gleichzeitig auch Nachteile mit sich. Durch die hohe Beweglichkeit im Kniegelenk ist die Muskelarbeit träger und oft lassen sich die einzelnen Muskelketten nicht zusammenhängend aktivieren. Das Gelenk hängt in den Bändern. Die Muskeln um das Knie können nicht stabilisiert werden, gerade der Quadrizeps kann schwer aktiviert werden. Wenn die Muskulatur nicht ausgleichend arbeitet, ist eine Balance sehr schwierig und instabil, die Landung nach Sprüngen ist schwer kontrollierbar, eine Stoßdämpfung findet kaum statt.

Anzeichen für Verletzungen oder Fehlbelastungen erkennen:

  • Knieüberlastung
  • Meniskusprobleme
  • Patellaprobleme
  • Hamstrings-Zerrung
  • Instabile Fußgelenke
  • Rückenschmerzen im unteren Rücken

Als Ballett-Pädagogen mit Hamstrings umzugehen ist nicht einfach, aber sehr wichtig, um deine Schüler gesund zu entwickeln: Die Tänzer mit hyperflexiblen Beinen müssen ausreichend Kraft im Oberschenkel entwickeln. Eine augeglichene Arbeit zwischen Quadrizeps, den Hamstrings und dem Gesäß, so dass sie nicht im Knie hängen. Ein hochgezogenes kontrolliertes Knie heißt in dem Fall, es nicht nach hinten zu überstrecken. Die Hamstrings und das Gesäß sind zur Stabilisation der Bein- Rückenlinie besonders wichtig. Weil das Becken die Überstreckung des Beines im Becken als erstes Korrigiert ist es wichtig die Core-Stabilität zu trainieren.

Willst Du mehr zum Thema CORE STABILITÄT lernen? In unserem Seminar POWERHOUSE MITTE begleiten wir Dich Schritt für Schritt durch die Anatomie der Körpermitte – hin zu einer effektiven und kraftvollen Core-Arbeit.

Was meistens gestärkt werden muss bei Hyper Extended Legs:

  • Vorderseite der Oberschenkel
  • Knie nicht nach hinten drücken, sondern durch aktives kontrolliertes Strecken schützen. 
  • Kontrollierte Streckung durch hochziehen im Oberschenkel
  • Fuß und Sprunggelenk kräftigen und stabilisieren
  • Core-Training, um den Oberkörper zu heben.
  • Hüftstabilisation, um das Hängen in der Hüfte zu vermeiden.
Besonders langsame und kontrollieret Pliés und Relevés mit dosierter Streckung helfen eine gute Stabilität und Kontrolle aufzubauen. Die bewusst ausgleichende Kniestreckung kann auch helfen die Problematik in der 5. Fußposition beim Schließen eines Tendus zu verringern. Oft wird bei Hyperextensions unbewusst das Knie gebeugt, was wiederum eine schwache Hüftarbeit als Folge hat. 


"HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!"

-Ausbildung für Ballett-Pädagogik erfolgreich abgschlossen -

Rebecca hat im Rahmen ihrer Lehrprobe und Abschlussprüfung unsere Klasse der Stufe 4 unterrichtet und dabei eine sehr schöne tänzerische Unterrichtseinheit gestaltet.
Die Schüler*innen arbeiteten konzentriert und intensiv und konnten auf einem gut gewählten Niveau gezielt an ihrer Technik arbeiten. Am Ende präsentierten sie die erarbeiteten Schritte in schönen Tanzkombinationen.  Weiter so!

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! 
Vielen Dank für Dein  Vertrauen in unsere Arbeit, und die vielen motivierten Unterrichtstunden zusammen während der Ausbildung.

Rebecca erzählt über die Ausbildung

Wie ich meinen Weg gegangen bin und warum ich heute Ballettpädagogin bin:
Ich habe zwar spät mit Ballett begonnen, doch Disziplin und harte Arbeit haben mir den Weg geebnet. Oft habe ich bis zu fünf Stunden täglich trainiert, Technik und Ausdruck gezielt aufgebaut und an Schwächen gearbeitet. Wichtig war außerdem, dass ich an einer sehr guten Schule lernen durfte, die mir fachliche Grundlagen und inspirierende Lehrpersonen gegeben hat. Vor allem aber treibt mich eine tiefe Leidenschaft für den Tanz an, die ich jetzt bewusst an meine Schülerinnen und Schüler weitergeben möchte
.

Was ich heute anders mache im Unterricht mit Kindern:
Ich unterrichte überwiegend Erwachsene und ältere Kinder; würde ich sehr kleine Kinder unterrichten, wüsste ich heute, dass ich noch stärker mit kleinen Geschichten und Spielen arbeiten und mehr vom strikten Technikplan weggehen müsste.

Fähigkeiten, die ich während der Ausbildung entwickelt habe:
Während der Ausbildung bei LB Ballett-Pädagogik habe ich vor allem gelernt, Unterricht strukturierter zu planen und Übungen so aufzubauen, dass sie nachvollziehbar sind. Ich habe mir Grundlagen in Anatomie und sicherer Technikvermittlung angeeignet, die mir helfen, verantwortungsvoll zu unterrichten. Ich bin nicht perfekt, aber ich merke, dass ich inzwischen schneller erkenne, wo Lernende Unterstützung brauchen, und wie ich kleine Schritte sinnvoll aufbaue.

Zeiteinteilung: Studium, eigenes Training und Ausbildung kombinieren
Das flexible Konzept der Ausbildung hat mir sehr geholfen; ich würde es weiterempfehlen. Entscheidend war gutes Zeitmanagement: Wochenpläne, feste Trainings- und Lernblöcke, Prioritäten setzen und bewusst Pausen einplanen. Kleine, regelmäßige Theorieeinheiten neben dem Training und klare Tagesziele haben mir ermöglicht, Studium, Ausbildung und eigenes Training zu vereinbaren.

Eine Vielfalt an Fähigkeiten, die ich weiterentwickeln konnte:
Neben der tänzerischen Technik habe ich meine Lehrkompetenz (Klassenaufbau, Differenzierung), pädagogische Sensibilität (Empathie, Motivationsstrategien) und organisatorische Fähigkeiten (Stundenplanung, Kurskonzeption) gestärkt. Außerdem habe ich mein musikalisches Feingefühl und meine Fähigkeit zur klaren, verständlichen Kommunikation weiterentwickelt.

Hast auch Du Interesse Dich als Ballettpädagog*in weiterzubilden? Vielleicht zögerst Du noch, oder hast noch Gründe, warum genau jetzt noch nicht der richtige Moment ist. Warte nicht, sondern sei mutig und geh den ersten Schritt. Vereinbare Dein kostenloses Infogespräch. Wähle einen Termin auf unserer Website, oder schreib uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

Wir freuen uns, Dich kennenzulernen!